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Was ist geplant?

ZWEI WINDRÄDER IM BEELITZER FORST

Westlich von Beelitz plant die Potsdamer Firma NOTUS energy den Bau von zwei Windenergieanlagen. Die Standorte der geplanten Anlagen befinden sich in den wirtschaftlich genutzten Kiefernforsten zwischen der Bahnstrecke von Berlin nach Dessau und der A 9.

Das nächstgelegene zusammenhängende Siedlungsgebiet ist die Waldgemeinde Borkheide mit einem Abstand von mehr als einem Kilometer. Durch die Lage an und in einem lockeren Kiefernforst werden die Bewohnerinnen und Bewohner dort die Anlagen „vor lauter Bäumen“ praktisch weder sehen noch hören können (siehe Schallschutz). Borkwalde und Fichtenwalde liegen jeweils 2,7 Kilometer entfernt und Beelitz-Heilstätten hat sogar drei Kilometer Abstand zum nächsten geplanten Anlagenstandort.

Ein automatisches Sonnenabschaltmodul sorgt dafür, dass die Nachbarschaft wenig durch Schattenwurf gestört wird. Eine spezielle Farbe der Rotorblätter verhindert Lichtreflexion (siehe Schattenwurf).

Nachts schalten wir die Warnlichter nur an, wenn sich tatsächlich ein Flugzeug oder Hubschrauber nähert. Sonst bleiben die Nächte dunkel (siehe Warnlichter).

Karte: Hier sind die zwei Windenergieanlagen geplant.

Karte von einem Waldgebiet mit eingezeichneten Wegen und zwei Standorten von Windrädern

Technische Daten der Anlagen

Anzahl Typ Nennleistung Rotor-Durchmesser Nabenhöhe Stromertrag pro Anlage/Jahr
2 Vestas V162 6.200 kW 162 Meter 169 Meter 14.000 MWh

Wir schützen die Waldbewohner

Der Wald westlich von Beelitz gilt laut Gutachten als „artenarmer Kiefernforst“. Weil in großen Teilen des Gebietes Kiefern in Monokulturen wachsen, kommen hier nur wenige Tierarten vor.

Dazu gehören die Brutvogelarten Erlenzeisig, Heidelerche und Kernbeißer, die aber unempfindlich gegenüber Störungen durch die Windenergieanlagen sind. Um sie zu schützen, bauen wir nicht während der Brutzeit. Greifvogelarten kommen in diesem Gebiet nicht vor.

In den Sommer-Abendstunden, wenn Fledermäuse besonders aktiv sind, schalten wir die Windenergieanlagen automatisch ab. In den ersten beiden Betriebsjahren kontrollieren wir die Flugzeiten der Tiere regelmäßig und passen die Abschaltzeiten gegebenenfalls an.

Während der Bauzeit halten wir Zauneidechsen mit Schutzzäunen von der Baustelle fern. Tiere, die sich schon im „Gefahrengebiet“ befinden, sammeln wir einzeln ein und setzen sie in sicherer Entfernung wieder aus (siehe Tierschutz).

Jede einzelne Windenergieanlage erzeugt CO₂-freien Strom für etwa 4.670 durchschnittliche Haushalte mit zwei Personen.

Klimaschutz ist Naturschutz

Die beiden geplanten Anlagen können pro Jahr 28.000 Megawattstunden CO2-freien Strom produzieren. Nimmt man den aktuellen Strommix zum Maßstab, vermeiden wir mit dem klimafreundlichen Windstrom damit mehr als 21.000 Tonnen CO2 im Jahr. Angesichts der heute schon spürbaren Folgen des Klimawandels, wie Waldbränden, Ernteausfällen und Hitzewellen, ist die Windkraft in Brandenburg ein wichtiger Baustein der Energiewende (siehe Klimaschutz).

Moderne Windenergie: Unterstützung für eine ökologische Waldbewirtschaftung

Für jeden Baum, den wir fällen, pflanzen wir mindestens einen neuen. Dabei forsten wir ökologisch wertvolle Mischwälder auf! So bringt die Windenergie mehr ökologische Vielfalt in die Region und macht den Wald widerstandsfähiger. Unterm Strich sparen die beiden Windenergieanlagen pro Jahr mehr als doppelt so viel CO2 ein, wie die gefällten Kiefern in ihrem gesamten Leben binden können. Mit einem zusätzlichen Löschwasser-Brunnen und befestigten Waldwegen leisten wir außerdem einen Beitrag zum Brandschutz (siehe Wind im Wald).

Inbetriebnahme frühestens 2026

Durchschnittlich vergehen bei Windparks in Deutschland fünf Jahre von Projektstart bis zur Fertigstellung der Anlage. Rein rechnerisch läge die Inbetriebnahme des Windparks Reesdorf deshalb im Jahr 2025. Wir gehen davon aus, dass der Windpark ein bis zwei Jahre später Strom einspeisen wird.

Einmal fertig gestellt, ist die Betriebsdauer der Windenergieanlagen auf mindestens 25 Jahre ausgelegt.